Regulatorik, Daten, Reporting, Einkauf und Kommunikation entwickeln sich in der Finanzbranche längst nicht mehr unabhängig voneinander. Neue Anforderungen an einer Stelle wirken sich unmittelbar auf Prozesse und Verantwortlichkeiten an anderer Stelle aus.

Genau diese Zusammenhänge beschäftigen uns bei Anevis täglich. Mit der Anecon schaffen wir deshalb einen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven aus der Finanzbranche zusammenkommen. Gemeinsam mit unseren Speakern und Gästen wollen wir der Frage nachgehen, wie sich Prozesse, Daten und Zusammenarbeit so weiterentwickeln lassen, dass Unternehmen mit steigenden Anforderungen effizient umgehen können.

Komplexität lässt sich nicht isoliert lösen

Eine zentrale Erkenntnis der Anecon 2026 war, dass viele Herausforderungen nicht durch eine einzelne neue Vorgabe oder Technologie entstehen, sondern durch ihr Zusammenspiel.

Das zeigte sich etwa bei der Nachhaltigkeitsregulierung. Roland Kölsch von F.I.R.S.T. e.V. gab einen Ausblick darauf, wie die voraussichtlich 2028 oder 2029 in Kraft tretende SFDR 2.0 die Komplexität der ESG Regulatorik reduzieren könnte. Nachvollziehbare Produktkategorien und die verzahnte Kombination aus MiFID II und IDD sollen ein einfacheres Fundament schaffen. Welche konkreten Auswirkungen die Änderungen auf das Reporting haben werden, bleibt allerdings noch abzuwarten.

Philipp Endres von Hauck & Aufhäuser Fund Services richtete den Blick gleichzeitig auf die wirtschaftliche Seite von Nachhaltigkeit. Physische Klimarisiken wie Extremwetter können Bewertungen und Versicherbarkeit von Vermögenswerten beeinflussen. Damit betreffen Nachhaltigkeitsrisiken längst jedes Portfolio, unabhängig von ESG Labels oder SFDR Klassifizierungen.

Auch bei Finanzmarktdaten und im Einkauf wird deutlich, wie viele Faktoren heute zusammenspielen. Datenrechte, Governance, IT Security, Datenschutz und regulatorische Vorgaben beeinflussen Entscheidungen weit über den eigentlichen Preis einer Datenquelle oder eines Dienstleisters hinaus. Die Beiträge von Gaetano Parrino von FERI und Marcus Haberschusz Beaufort von der Raiffeisen Bank International zeigten, wie sehr sich dadurch Verantwortlichkeiten und Prozesse verändern.

Gute Lösungen verbinden Prozesse und Beteiligte

Ein weiterer Schwerpunkt der Anecon lag auf der Frage, wie Prozesse und Zusammenarbeit effizienter gestaltet werden können.

Reto Tuchschmid von Bellevue Asset Management und Dr. Valentin Ratz von Anevis zeigten, wie Datenlieferungen, Freigaben und verschiedene Fachbereiche in einem durchgängigen Reportingprozess miteinander verbunden werden können.

Auch Dirk Werthmann von Société Générale Securities Services und Jonas Kauer von Anevis rückten die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Modernes Outsourcing bedeutet dabei mehr als die Übergabe einzelner Aufgaben. Gemeinsame Governance, klare Verantwortlichkeiten und kontinuierliche Weiterentwicklung können dazu beitragen, Prozesse langfristig effizienter und belastbarer zu gestalten.

Informationen müssen ihre Zielgruppe erreichen

Ein effizienter Reportingprozess endet nicht mit der Erstellung des fertigen Reports. Ebenso wichtig ist die Frage, wie die darin enthaltenen Informationen anschließend weiterverwendet und für unterschiedliche Zielgruppen aufbereitet werden.

Dana Kallasch von Commodity Capital zeigte, wie bestehende Factsheetdaten für automatisierte monatliche Video Updates genutzt werden können. Andreas Hausladen und Dirk Wechmann von FundSpot griffen diesen Gedanken aus Sicht des Fondsmarketings auf. Investoren informieren sich zunehmend digital, bevor der persönliche Kontakt zum Vertrieb entsteht. Inhalte müssen deshalb nicht nur verfügbar sein, sondern zum richtigen Zeitpunkt über die passenden Kanäle ihre Zielgruppe erreichen.

Entscheidend sind die Verbindungen

Was nehmen wir aus der Anecon 2026 mit? Vor allem, dass steigende Anforderungen nicht mit immer mehr Einzellösungen beantwortet werden können.

Wer Prozesse effizient weiterentwickeln möchte, muss die Verbindungen dazwischen betrachten. Zwischen Daten und Reporting, zwischen Regulierung und operativer Umsetzung, zwischen internen Teams und externen Partnern und schließlich zwischen Informationen und ihrer Kommunikation.

Genau diese Schnittstellen sind der Grund, warum wir mit der Anecon unterschiedliche Menschen und Themen zusammenbringen. Denn dort, wo verschiedene Perspektiven aufeinandertreffen, entstehen oft die Lösungen, die im eigenen Fachbereich allein nicht sichtbar werden.

 

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns jederzeit!


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